Arbeitsphilosophie

Die Nacht kennt keinen Horizont

Das Wesentliche ihrer Arbeit besteht aus Grenzenlosigkeit. Sie versteht es, sich immer wieder zu häuten, damit ist das Unerwartete prädestiniert und die Vielfältigkeit geschaffen.

Verwandlungen vollziehen sich, schaffen konturlose Übergänge. Dies betrifft nicht nur die Technik, sondern auch die ihren spielerischen Umgang mit der Thematik. Perspektivenwechsel wird zum wichtigen Ereignis.

In 1957 in den Niederlanden, in der Nähe vom Meer geboren, entwickelt sie schon früh eine eigene sehr persönliche, sinnlich-poetische Zeichensprache. Die Sprache des Verlangens, des „Neu-Schaffens“, des Erfindens. Themen sind Körper und Landschaften, aber auch Körperlandschaften.

Da sie aber immer wieder mit Gegensätzen spielt, wird die Idylle zerstört, es öffnen sich neue Räume und Perspektiven.

Das Arbeiten in Serien verschafft Raum und Unendlichkeit, zeigt starke Ähnlichkeiten mit einem filmischen Ablauf. Die Mimesis ist kein zentrales Thema in Ihre Arbeit. Die Transzendenz, wo Motiv und Künstlerin sich begegnen, ist die Leinwand, der Träger. Dort wird das unmögliche möglich: im Prozess der obsessiven und subjektiven Spurensuche zum Tiefgang des Motivs, begegnen Realismus und Abstraktion einander. Das Gemälde entwickelt sich eher zu einem Bild seiner eigenen Werdungsgeschichte als dass es einer realistischen Darstellung der Wirklichkeit entspricht.

Sie begibt sich gerne dorthin, wo die Malerei unsichtbar wird, wo sie sich von allen Sinnen und Materialität löst. Dorthin, wo es keinen Horizont gibt, sondern nur Horizont-Ereignisse und eine schwebende, heitere Leichtigkeit.

Catharina de Rijke

Catharina de Rijke wurde am 30. Juni 1957 in Rotterdam, Niederlande, geboren. Sie studierte Textil-Design in Delft (Diplom 1981) und gründete das Atelier „Spots“ für experimentelles Textil-Design. In 1986 entsteht in Zusammenarbeit mit Architekten die Künstlergruppe „frisse kunst“. Von 1986-89 besetzt sie eine Lehrstelle an der „Vrije Akademie Delft“.
Nach Übersiedlung und Ateliergründung in Köln 1989 wird sie neben ihrer Ausstellungstätigkeit auch eine gefragte Dozentin im Fachgebiet Malerei (z.B. an der „Internationale Kunstakademie Heimbach“).  

Mitgliedschaft BBK Köln (jurierte Aufnahme)
Mitgliedschaft Gedok Köln (jurierte Aufnahme)
Mitgliedschaft ARTPhönix (jurierte Aufnahme)